Nicht nur strahlend weiße Zähne und gleichmäßig geformte Zahnbogen sind für die meisten Menschen ausschlaggebend, sondern auch ein rundum schönes Lächeln. Gerade die freundlichen Gesichtszüge sind eine wichtige Facette. Allerdings kommt es vor, dass das gewünschte ausgewogene Verhältnis zwischen Zahn und Zahnfleisch nicht bei jedem vorhanden ist. Der eine ist mit viel zu kleinen Zähnen ausgestattet und verfügt stattdessen über ein ausgeprägtes Zahnfleisch. Die Konstellation befindet sich praktisch nicht im Einklang. Der Betroffene fühlt sich mit diesen Voraussetzungen nicht wohl. Oftmals erfolgt das Lächeln verkrampft oder gehemmt. In einigen Fällen leidet das Selbstbewusstsein darunter. Das erwähnte Phänomen wird in Fachkreisen als Gummy Smile bezeichnet. Noch nie davon gehört? Macht nichts, dieser Artikel geht intensiver auf diese Thematik ein und zeigt zudem entsprechende Behandlungsmöglichkeiten auf.

Der Begriff Gummy Smile stammt aus dem Englischen. Hinter dem Wort „Gum“ verbirgt sich die Ableitung für „Zahnfleisch“ und „Smile“ steht für „Lächeln“. Der zahnästhetische Fachbegriff hat, auch wenn man das auf den ersten Blick vermuten könnte, grundsätzlich nichts mit Gummi zu tun. Bei dem sogenannten Zahnfleischlachen wird immer ein großer Teil des Zahnfleisches sichtbar. Das liegt daran, weil die Proportion der Lippen, Zähne und Zahnfleisch nicht im Gleichgewicht sind. Wer mit dieser Gegebenheit grundsätzlich nicht klar kommt, der kann eine Korrektur vornehmen lassen. Dafür wird das spezielle Gummy Smile Verfahren zurate gezogen. Doch bevor wir uns mit den Behandlungsmöglichkeiten beschäftigen, möchten wir noch einen Satz zur Ursachenforschung sagen. Vordergründig liegt der Auslöser bei den zu kleinen oder zu kurzen Zähnen. Ebenso können die Lippen zu kurz geraten sein. Viele Betroffene sind mit einem langen Oberkiefer ausgestattet. Damit das Gummy Smile Ihnen nicht mehr auf das Gemüt schlägt, möchten wir näher auf die Behandlungsmöglichkeiten eingehen.

Auf eine perfekte Diagnose kommt es an

Bevor ein Therapieansatz überhaupt in Betracht gezogen werden kann, muss der behandelnde Zahnmediziner eine exakte Diagnose stellen. Liegen die Ergebnisse vor, dann kann eine Behandlung erfolgen. Diese Nachricht ist für manche Patienten wie Balsam für die Seele. Wenn das eigene Lachen zur Qual wird, dann muss dringend etwas unternommen werden. In schwerwiegenden Fällen können durch diesen Umstand sogar soziale Interaktionen darunter leiden. Der Betroffene zieht sich zurück und seine Stimmungslage verändert sich ins Negative. Das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude bleiben auf der Strecke.

Gummy Smile ist unschön

© 123rf.com

Eine sehr aufwendige Maßnahme ist eine Ostektomie des Oberkiefers. Bei diesem chirurgischen Eingriff redet man in der Zahnheilkunde von einer Verkürzung des Oberkiefers. Dabei steht die Entfernung von Knochenteilen im Blickpunkt. Die Operation wird stationär und nur unter Vollnarkose durchgeführt. Darüber hinaus muss ein Klinikaufenthalt eingeplant werden. Nicht immer muss zu so einer drastischen Variante gegriffen werden. Mit einer Lippenverlagerung kann ebenfalls etliches bewirkt werden. Bei dieser Herangehensweise wird ein kleiner ambulanter Eingriff vorgenommen. Die Veränderung erfolgt am Weichgewebe. Der Fachmann nimmt sich die bewegliche Schleimhaut am Oberkiefer vor. Das geschulte Auge kürzt diesen Bereich ein und sorgt zugleich für eine Verlagerung. Letztendlich wird eine Absenkung der Lippe erreicht und das Resultat ist eine optische Verkürzung der Schleimhaut. In Medizinerkreisen wird von einer Absenkung des Vestibulums (Mundvorhof) und Verringerung des Muskelzugs gesprochen. Für den Patienten bedeutet diese Methode eine geringere Belastung. Bereits nach einem Tag ist die Einsatzfähigkeit im häuslichen Umfeld wieder gegeben. Gegebenenfalls muss mit einer Hämatombildung und Schwellung gerechnet werden. Das Risiko ist deutlich gering. Mittels Botulinumtoxin kann das Gummy Smile ganz einfach wegredigiert werden. In den Oberlippenmuskel wird ein Nervengift injiziert. Dadurch wird eine teilweise Lähmung erzeugt. Folglich verschwindet das Zahnfleisch beim Lächeln. Es wird weniger sichtbar.

Für alle Fälle gibt es eine Alternative

Sie sind von dem Missverhältnis zwischen Lippe, Zähnen und Zahnfleisch nur noch genervt? Auf das großflächige Entblößen des Zahnfleisches haben Sie keine Lust mehr? Verständlich, darum sollte für Abhilfe gesorgt werden. Ihr Anliegen dreht sich allerdings darum, dass eine schonende und unspektakuläre Verfahrensweise angewendet wird. Selbst auf diese Bedürfnisse kann eingegangen werden. Mit der minimalinvasiven Methode wird den Patienten eine gute Alternative angeboten. Das betreffende Gewebe wird auf eine sanfte Art reduziert. Des Weiteren profitieren Sie von einigen Vorteilen. Es ist nur eine einzige Sitzung notwendig. Es bleiben keine Nähte zurück und es handelt sich um eine ziemlich schmerzfreie Angelegenheit. Außerdem findet die Korrektur unter einer örtlichen Betäubung statt. Nun gehen wir auf den Werdegang an. Für die Arbeitsschritte wird ein dediziertes Mikroskalpell eingesetzt. Mit diesem Rüstzeug fährt der Speziallist am Zahnfleisch entlang und öffnet es. Im Anschluss daran werden die entsprechende Knochenmasse und auch das störende Zahnfleisch entfernt.

Generell wird der Zahnarzt im Vorfeld eine tiefgründige Untersuchung des Mundraumes vornehmen. Somit können Entzündungen oder Zahnfleischverletzungen grundsätzlich ausgeschlossen werden. Bevor es ans Eingemachte geht, ist eine umfangreiche Beratung ausschlaggebend. Außerdem sind bei dieser Maßnahme alle Beteiligten auf der sicheren Seite.