Oftmals stoßen Menschen, die mit den Kosten für notwendigen Zahnersatz konfrontiert werden, an ihre finanziellen Grenzen. Im Handumdrehen kommen Zahnersatzkosten in einer Höhe von mehreren tausend Euro zustande. Natürlich erhalten Betroffene einen bestimmten Zuschuss von ihrer Krankenkasse, allerdings müssen sie trotz allem einen hohen Eigenanteil tragen. Aus diesem Grund sind für viele Menschen gesunde Zähne und damit ein strahlendes Lächeln keine Selbstverständlichkeit mehr. Allerdings bieten viele Zahnärzte ihren Patienten eine Finanzierung für den notwendigen Zahnersatz an. Wir vom Centrum-Zahnmedizin geben Ihnen in diesem Artikel einen wichtige Informationen zum Thema

Zahnersatz kann sehr teuer werden

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Zahnersatzkosten und deren Übernahme durch die Krankenkassen

Seitdem im Jahr 2005 die Neubezuschussung der Krankenkassen beschlossen wurde, müssen die Versicherten selbst deutlich höhere Eigenanteile zum Zahnersatz zuzahlen. Die Zahnärzte selbst verfügen über die Möglichkeit, die Zuzahlungssätze zu modifizieren – beispielsweise durch die Herstellung des Zahnersatzes im Ausland oder das Angebot einer Zahnersatz-Finanzierung. Patienten können sich zudem durch eine Zahnzusatzversicherung absichern, durch die auch ihr Eigenanteil gedeckt wird.
Zusatztipp: Zahlreiche gesetzliche Krankenkassen offerieren ihren Versicherten bereits sei 2007 einen Wahlleistungskatalog. Dank dieses Katalogs können Versicherte die Zuzahlungshöhe für mögliche Zahnbehandlungen sowie eventuell anfallenden Zahnersatz selbst bestimmen. Um sich mit den jeweils gültigen Regularien der eigenen Krankenkasse vertraut zu machen, sollten Betroffene einen Krankenkassenmitarbeiter um Rat fragen.

Der Härtefall

In der Regel erhält jeder Versicherte von seiner Krankenkasse im Rahmen der Regelversorgung circa 50 Prozent der Zahnersatzkosten. Dies zumindest dann, wenn das monatliche Bruttoeinkommen des Versicherten 1.050 Euro übersteigt (Stand: 2012). Liegt das Bruttoeinkommen darunter, tritt eine Härtefallregelung in Kraft. Die oben genannte maximale Einkommensgrenze steigt allerdings dann, wenn Kinder oder Ehepartner im gemeinsamen Haushalt leben. So gilt für jeden Versicherten mit einem Angehörigen eine maximale Grenze von 1.443,75 Euro brutto, wobei sich dieser Betrag für jeden weiteren Angehörigen um 262,50 Euro erhöht. Alle Betroffenen, deren Einkommen unter dieser Bruttoeinkommensgrenze liegt, erhalten den doppelten Festzuschuss zur Regelversorgung von der Krankenkasse. Sind Versicherte dennoch nicht in der Lage, den verbleibenden Eigenanteil zu tragen, und erbringen hierfür entsprechende Nachweise, kommt die Krankenkasse für die gesamten Kosten auf. Diese Regelung ist jedoch ausschließlich für die Standardversorgung gültig. Entscheiden sich Patienten, auf die die Härtefallregelung zutrifft, für einen Zahneratz, der über die Regelversorgung hinausgeht, dann übernimmt die Kasse nur den doppelten Festzuschuss. Und dies ganz gleich, ob es sich um einen gleich- oder einen andersartigen Zahnersatz handelt. Die darüber hinausgehenden Kosten muss der Patient selbst tragen (Stand: 2012).

Finanzierung von Zahnersatz: Diese Optionen gibt es

Zahlreiche Leistungen des Zahnarztes werden weder von gesetzlichen noch von privaten Krankenversicherungen getragen. Vor allem in Bezug auf den Zahnersatz stoßen Betroffene an ihre finanziellen Grenzen. Deshalb macht für viele Betroffene eine Finanzierung des Zahnersatzes durch eine Ratenzahlung Sinn. Mittlerweile gibt es ein breites Angebot und zahlreiche Optionen für eine Zahnersatz-Finanzierung. Viele Zahnärzte arbeiten mit Finanzdienstleistern zusammen, die sich auf medizinische Leistungen spezialisiert haben. Häufig gibt es Angebote, bei denen die Finanzierung von Zahnersatz in den ersten sechs Monaten zinsfrei erfolgt. Grundsätzlich sollte jedoch vor Abschluss einer Finanzierung eine genaue Prüfung der vertraglichen Regelungen erfolgen.

Dies sollte bei der Finanzierung von Zahnersatz beachtet werden

Bevor sich Betroffene für eine Finanzierung ihres Zahnersatzes entscheiden, sollten sie alle möglichen Optionen ausloten. In der Regel unterliegen die Konditionen von Kreditverträgen starken Schwankungen. Oftmals ist der Effektivzins ausschlaggebend. Betroffene, denen das Angebot zu kostenintensiv erscheint, sollten sich Vergleichsangebote von anderen Zahnärzten oder Banken suchen. Zudem sollten Betroffene die tatsächliche Notwendigkeit der angedachten medizinischen Leistungen exakt prüfen. Nicht in jedem Fall ist die kostenintensivste Lösung auch die Sinnvollste. Mittlerweile existieren diverse technische Verfahren, aus denen nicht nur differente Zahnersatzmöglichkeiten resultieren, sondern durch die auch unterschiedlich hohe Kosten entstehen.

Zahnersatz von der Steuer absetzen

Jeder Patient kann den Eigenanteil seiner Zahnbehandlung – ebenso wie alle anderen Aufwendungen für Hilfsmittel, durch die eine Krankheit erträglicher wird – von der Einkommenssteuer absetzen. Eine solche außergewöhnliche Belastung kann jedoch nur dann geltend gemacht werden, wenn es sich um eine unzumutbare Belastung für den Betroffenen handelt. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich zu diesem Thema von einem Steuerberater, einem Lohnsteuerverein oder dem Finanzamt selbst beraten zu lassen.

Zahnartzt an Monitor Der Zahnarzt als professioneller Partner

Gemeinsam mit seinen Patienten ist jeder Zahnarzt darum bemüht, die bestmögliche medizinische Behandlung und natürlich auch eine passende Lösung zur Finanzierung des Zahnersatzes zu finden. Aus diesem Grund wird der behandelnde Zahnarzt seinen Patienten bereits vor der Behandlung über alle erwartbaren Kosten in vollem Umfang aufklären. Betroffene, die sich rund um das Thema Finanzierung von Zahnersatz informieren möchten, können Kontakt mit dem behandelnden Zahnarzt aufnehmen, damit dieser gemeinsam mit ihnen die für alle Seiten bestmögliche Lösung findet.